Cambridge IGCSE German - First Language 0505 — 2004 May/June Paper 2 · Variant 1
0505/21/M/J/04
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Question paper4 pages




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Question paper, page 1
This document consists of 4 printed pages. SP (NF) S65139/2 © UCLES 2004 [Turn over UNIVERSITY OF CAMBRIDGE INTERNATIONAL EXAMINATIONS International General Certificate of Secondary Education FIRST LANGUAGE GERMAN 0505/02 Paper 2 Reading and Directed Writing May/June 2004 2 hours 15 minutes Additional Materials: Answer Booklet/Paper READ THESE INSTRUCTIONS FIRST If you have been given an Answer Booklet, follow the instructions on the front cover of the Booklet. Write your Centre number, candidate number and name on all the work you hand in. Write in dark blue or black pen on both sides of the paper. Do not use staples, paper clips, highlighters, glue or correction fluid. Answer all questions. You should pay attention to spelling, punctuation and handwriting. The number of marks is given in brackets [ ] at the end of each question or part question. At the end of the examination, fasten all your work securely together. LESEN SIE ZUERST DIESE ANWEISUNGEN Falls Ihnen ein Antwortbogen gegeben wurde, folgen Sie den Anweisungen auf dessen Titelseite. Schreiben Sie Ihre Centernummer, Kandidatennummer und Ihren Namen auf jedes Blatt, das Sie abgeben. Beschreiben Sie mit dunkelblauem oder schwarzem Füller/Kugelschreiber beide Seiten des Papiers. Benutzen Sie keine Heftklammern, Büroklammern, Textmarkierer, Klebstoff oder Korrektionsflüssigkeit. Beantworten Sie alle Fragen. Beachten Sie die Rechtschreibung, die korrekten Satzzeichen und Ihre Handschrift. Die erreichbare Punktzahl steht in Klammern [ ] am Ende jeder Frage oder Teilfrage. Wenn Sie mit Ihrem Examen fertig sind, legen Sie Ihre gesamte Arbeit sicher zusammen. www.XtremePapers.com
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2 0505/02/M/J/04 ERSTER TEIL Lesen Sie die folgenden Texte sorgfältig durch und beantworten Sie dann die Fragen. © UCLES 2004 Die Angst vor der Wurst Denkt man an deutsches Essen, fallen einem sofort viele leckere Wurst-Spezialitäten ein: Nürnberger Bratwürstchen, Thüringer Bratwurst oder Weißwurst aus Bayern. Denn Wurst ist in Deutschland sehr beliebt. Wurst und Fleisch sind wichtige Eiweiß- Lieferanten und deshalb gibt es sie oft auch zum Frühstück oder zum Abendbrot als Wurst- Aufschnitt. Die BSE-Krise Die Rinderkrankheit kann auch für Menschen gefährlich werden und seitdem es auch in Deutschland die ersten BSE-kranken Rinder gegeben hat, fragen sich viele Deutsche: Was kann man noch essen? Ist Fleisch wirklich so gesund? Ist es sicher? Mit der BSE-Krise nahmen auch die Fernseh-Berichte über das Töten und Vernichten der Rinder zu. Doch das war erst der Anfang. Es begann eine große Diskussion über die Methoden der Fleisch- Produktion allgemein. Fleisch-Produktion „Warum werden Kühe, die ja eigentlich Vegetarier sind, mit dem Abfall von toten Tieren gefüttert?“, fragten die Journalisten und Verbraucher plötzlich. Auch die Fernseh- und Zeitungsberichte über das Leben der Hühner und Schweine sahen nicht sehr idyllisch aus. Hühner müssen in winzigen Käfigen leben und Eier legen. In den Käfigen können sie sich kaum bewegen. Sie sehen nie die Sonne und werden außerdem mit Antibiotika vollgepumpt, damit sie nicht krank werden. Auch die Schweine haben sehr wenig Platz im Stall. Denn sie sollen sich gar nicht bewegen, weil sie dann langsamer fett werden. Damit sie schneller wachsen und mehr Fleisch produzieren, bekommen sie Wachstums-Hormone. Das ist zwar illegal, wird aber trotzdem gemacht. Das Umdenken Die Bilder über die unnatürlichen Methoden der Fleisch-Produktion haben vielen Deutschen für einige Zeit den Appetit auf Fleisch verdorben. Der Fleisch-Konsum ging radikal zurück und die Wurst blieb in den Metzger-Läden liegen. Die Verbraucher fingen an, darüber nachzudenken, wie ihr Essen produziert wird und welche Alternativen es für Wurst und Fleisch aus der Massen-Produktion gibt. Sollte man auf Fleisch verzichten und Vegetarier oder Veganer werden? Oder gibt es sicheres Fleisch, bei dem die Tiere nicht ihr ganzes Leben dafür leiden müssen, dass wir ein Steak essen? Auch für Leute, die weiter Fleisch essen wollen, gibt es eine Alternative: Fleisch von Bio-Bauernhöfen. Denn dort führen die Tiere ein artgerechtes Leben und werden nicht mit Hormonen oder Medikamenten vollgepumpt. Dieses Fleisch ist zwar teurer als das aus der Massen- Tierhaltung, aber dafür haben die Tiere ein besseres Leben. Außerdem schmeckt das Fleisch nach Meinung der Verbraucher viel besser.
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3 0505/02/M/J/04 [Turn over 1 Fassen Sie die beiden Texte zusammen und vergleichen Sie sie. Schreiben Sie insgesamt 250–300 Worte. [20] 2 Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Vegetarier oder Veganer und halten einen Vortrag über Vegetarismus und Veganismus. Benutzen Sie Informationen aus den Texten und Ihre eigene Meinung. Ihr Publikum sind Ihre Mitschüler. Schreiben Sie 250–300 Worte. [20] Der Gesundheit zuliebe! Hera Maternus lebt nicht nur vegetarisch, sondern die verschärfte Form des Vegetarismus: veganisch. Viele Leute verstehen nicht, warum sie so viele Dinge nicht mehr isst. Fitness Spezial hat nachgefragt. Fitness Spezial: „Hera, du isst kein Fleisch und keine Milchprodukte mehr. Das muss ein Alptraum sein, wenn du von Freunden zum Essen oder zu einer Party eingeladen wirst, oder?“ Hera: „Tja, man kann tatsächlich mit Salat eine Welle der Empörung auslösen, nur dadurch, wie man ihn isst! Ich erlebe es oft genug auf Partys, wenn ich den Käse oder die Wurst aus meinem Salat heraus picke.“ FS: „Was ist es denn genau, was auf dem Teller bei dir links liegen bleibt?“ Hera: „Ich esse kein Fleisch, keine Eier, Honig, Milch und Produkte daraus, kurz, alles was vom Tier kommt ist tabu, auch der Käse.“ FS: „Was bleibt denn da noch übrig?“ Hera: „Pflanzen und Getreide.“ FS: „Aber wirkt sich das nicht auf die Gesundheit aus? Ich meine, du siehst ja doch sehr gesund aus?“ Hera (lacht): „Ja ja, das kenne ich schon. Mischköstler argwöhnen immer, dass wir Veganer uns klapperdürr und von Mangelerscheinungen geschwächt durchs Leben schleppen. Dem ist aber nicht so. Obst und Gemüse und stärkereiche Lebensmittel schützen vor Krebs und lindern Rheuma. Auch dem Cholesterinspiegel ist eine solche Ernährung lieber!“ FS: „Hast du deshalb Fleisch und Tierprodukte aufgegeben?“ Hera: „Nein. Ich hatte früher oft Erkältungen und das machte mich ziemlich fertig. Aber seitdem ich vegan lebe, habe ich keine Erkältung mehr gehabt. Bei anderen Leuten ist es eine andere Krankheit, die sie mit ihrer Ernährung kontrollieren können. Vegetarier und Veganer nutzen Nahrungsmittel wie Medizin. Die Ausgewogenheit unserer Ernährung hält uns gesund.“ FS: „Also alles der lieben Gesundheit zuliebe?“ Hera: „Hm, eigentlich nicht. Ich bin auch aus Überzeugung Veganerin. Bilder von zu vielen Hühnern in kleinen Käfigen und Schlachtviehhaltung finde ich schrecklich. Veganismus ist meiner Meinung nach der einzige konsequente Tierschutz. Nicht nur das. In unserer Welt, wo noch so viele Menschen hungern, finde ich es ungeheuerlich, dass 90 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge als Futtermittel für weltweit 460 Millionen Schlachttiere verwendet werden.“ FS: „Du arbeitest doch auch mit Tieren, oder?“ Hera: „Ja, ich bin Tierpflegerin.“ Fitnes Spezial: „Und gewöhnen sich deine Familie und deine Freunde allmählich an deinen neuen Lebensstil?“ Hera: „Genau. Zu Anfang haben sie noch gelacht und sich über mich lustig gemacht, aber als sie bemerkten, dass es mir gesundheitlich besser ging, hörten sie damit auf. Wenn ich bei Bekannten und Freunden zum Essen eingeladen bin, gibt es für mich immer öfter ein veganisches Gericht.“ FS: „Das erspart dir dann das Sezieren des Essens, nicht wahr? Vielen Dank für das Interview Hera!“ © UCLES 2004
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4 0505/02/M/J/04 ZWEITER TEIL Lesen Sie den folgenden Text und beantworten Sie dann die Frage. 3 Leben Sie schon im Ausland oder würden Sie gerne ins Ausland ziehen? Schreiben Sie in 250–300 Worten einen Brief an eine Jugendzeitschrift, in der Sie die Vor- und Nachteile des Lebens im Ausland beschreiben. [20] Ein Leben weit weg von der Heimat Myrna, 17, Schülerin „Meine Familie und ich wohnen seit ein paar Monaten in Bangkok. Wir haben ein Häuschen eine dreiviertel Stunde vom Stadtzentrum entfernt. Mit dem Einleben geht es voran, aber es ist nichts mehr, wie es war. Zum Glück bin ich daran gewöhnt, in einem fremden Land neu anzufangen. Als ich zehn Jahre alt war, zogen meine Eltern mit mir von Hamburg nach Schweden. Das Schlimmste war, meine beste Freundin zurückzulassen. Aber bis heute schreiben wir uns regelmäßig. Nach Stockholm kam die Schweiz. Dort hat es mir bislang am besten gefallen. Als mein Vater mir von dem bevorstehenden Umzug nach Bangkok erzählte, musste ich im Atlas nachsehen, um zu wissen, wo Thailand liegt. Ich hatte keine Ahnung von diesem Land. Hier geht es völlig anders zu als in Europa. Hektisch, ungeordnet. 24 Stunden am Tag herrscht Verkehrschaos. In Bangkok-City wohnen sechs Millionen Menschen, im ganzen Ballungsgebiet über zehn Millionen. Die Thai sind sehr freundlich. Verständigen kann ich mich allerdings noch nicht so gut mit ihnen. Aber ich habe an meiner Schule einen Konversationskurs belegt. Es ist eine Privatschule, die für uns heimatlose Kinder einem zweiten Zuhause gleichkommt. Das Verhältnis zu den Lehrern ist sehr eng. Am Wochenende fahre ich mit meinen Mitschülern ab und zu nach Patpong, dem Vergnügungsviertel der Stadt. Meine Mutter hat von uns allen das größte Heimweh. Ich tröste sie oft. Aber manchmal weine ich mit ihr. Zum Glück durfte ich meine zwei Katzen mitnehmen, die geben mir das Gefühl, nicht allein zu sein. Im Laufe der Zeit habe ich gelernt Heimat nicht als das Land zu definieren, in dem ich geboren wurde, sondern für mich ist mein Zuhause dort, wo meine Möbel stehen.“ © UCLES 2004 Copyright Acknowledgements: Erster Teil ‘Die Angst vor der Wurst’, Aktuel 1, 2001. Copyright Mary Glasgow Magazines/Scholastic. Zweiter Teil Young Miss, February 2002. Every reasonable effort has been made to trace all copyright holders. The publishers would be pleased to hear from anyone whose rights we have unwittingly infringed. University of Cambridge International Examinations is part of the University of Cambridge Local Examinations Syndicate (UCLES), which is itself a department of the University of Cambridge.